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Lehre

Lehre am Institut für Veterinär-Anatomie
Das Veterinär-Anatomische Institut bietet den Studierenden der Veterinärmedizin eine innovative anatomische Lehre in enger Zusammenarbeit mit den anderen vorklinischen Instituten und den Kliniken der Fakultät.
Unser integrierter Unterricht in Anatomie, Histologie und Embryologie ist anwendungsorientiert. Morphologisches Wissen wird direkt mit klinischen Fällen und Problemen verbunden. Die Präsentation von theoretischen Lerninhalten im Kontext  klinischer Fälle oder mit einem klaren klinischen Bezug ist Kernelement unserer Lehre.
Die anatomische Präparation hat nach wie vor große Bedeutung für die Ausbildung von guten Tierärzten, da sie entscheidende manuelle Fertigkeiten, Anatomisches Wissen im komplexen Zusammenhang des Körpers sowie Verständnis für dreidimensionale Zusammenhänge vermittelt.

Übergeordnete Lernziele für die anatomische Lehre im 2., 3. und 4. Fachsemester
Am Ende der anatomischen Ausbildung:

  1. Haben die Studierenden ein grundlegendes Verständnis der funktionellen klinischen Anatomie der Hausstiere.
  2. Können die Studierenden den Aufbau der Haussäugetiere, Heimtiere, Vögel und Reptilien beschreiben und die Funktion der Bauelemente des Körpers erklären.
  3. Können die Studierenden sich im Tierkörper orientieren als Grundlage für Chirurgie, Innere Medizin und diagnostic imaging.
  4. Können die Studierenden normale Strukturen erkennen und Abnormal von Normal unterscheiden in: Präparaten, diagnostischen Bildern, histologischen Präparaten und an lebenden Tieren.
  5. Können sie die medizinische Terminologie in ihrer professionellen verbalen und schriftlichen Kommunikation korrekt verwenden.
  6. Haben sie manuelle Fertigkeiten für den Gebrauch chirurgischer Instrumente entwickelt und beherrschen Präparationstechniken.
  7. Können sie ihr anatomisches Wissen und ihre Fertigkeiten in die klinische Praxis übertragen und dort  anwenden.

 

Lernziele für die Lehre im Fach Histologie und Embryologie 2., 3. und 4. Fachsemester
Zum Physikum:
Haben die Studierenden ein grundlegendes Verständnis der funktionellen Histologie der Gewebe und   der mikroskopischen Anatomie der Haustiere.

  1. Können die Studierenden die Struktur der Zellen und Gewebe im histologischen Präparat beschreiben und ihre Funktion erklären.
  2. Können die Studierenden ihre Kenntnisse der mikroskopischen Anatomie auch für die Lehre der makroskopischen Anatomie, am anatomischen Präparat, anwenden. Die Studierenden sind in der Lage, den hierarchischen Aufbau des Organismus, Zelle, Gewebe, Organ, Tierkörper, funktionell zu erklären
  3. Sollen die Studierenden pathologisch nicht veränderte histologische Präparate funktionell beschreiben und von pathohistologischen Präaparaten unterscheiden.
  4. Haben die Studierenden ein grundlegendes Verständnis von der Embryonal- und Fetalentwicklung der Haustiere.
  5. Haben die Studierenden ein funktionelles Verständnis der Plazentation und der Organogenese der Haustiere erworben. 
  6. Können die Studierenden ihre Kenntnisse im klinischen Abschnitt des Studiums anwenden.

 

Integrale Bestandteile der Präparierübungen:
1. Anwendungsbezogene Präparation

Präparation frischer und fixierter Tierkörper mit dem Ziel, die vergleichende funktionelle Anatomie zu studieren und zu erlernen. Demonstration und Übungen grundlegender chirurgischer und anderer angewandter anatomischer Aspekte und Techniken an Kadavermaterial. Integration mit diagnostic imaging, Histologie, klinischen Aspekten und Fällen sowie Lebendtieranatomie.

2. Guided dissection
Vorbereitende & präparationsbegleitende audiovisuelle Demonstrationen im Präparierkurs:

  • um einen Überblick und eine Orientierung zu geben für eine strukturiertes und effizientes Bearbeiten der präparatorischen Aufgaben
  • um Zeit und Material optimal zu nutzen
  • um den Ablauf der Präparation vorab und jederzeit während des Präparierens durch gezielte visuelle Anleitung zu strukturieren
  • um professionelle chirurgische Fertigkeiten und den Gebrauch von Instrumenten zu  integrieren

3. Scheibenanatomie & Bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall)
Aufbau einer soliden anatomischen Basis für die Interpretation von  diagnostischen Bildern. Interpretation normaler Bilder. Entwickeln der Fähigkeit normale Strukturen in Bildern zu erkennen und Abnormal von Normal zu unterscheiden. Intensiver Einsatz von Scheibenpräparaten und CT und MRT Bildern im Präparierkurs. Dreidimensionale anatomische Kenntnisse werden auf 2 dimensionale Scheibenpräparate und diagnostische Bilder übertragen.

4. Lebendtieranatomie
Direktes Übertragen des erworbenen anatomischen Wissens auf das lebende Tier – den Patienten.
Direkte Anwendung und Vertiefung des anatomischen Wissens am lebenden Tier als Bestandteil des Präparierkurses.
Lebendtierpalpation und Fallszenarien ermöglichen den Studierenden, die grundlegende funktionelle  Anatomie mit praktischen Problemen zu verknüpfen und auf diese anzuwenden (Klinische Relevanz)

5. Mini formative Assessment zur kontinuierlichen Selbstbewertung
Mini formative Prüfungsstationen während der Kurszeiten.
Die Studierenden können die Fragen auf freiwilliger Basis beantworten und erhalten die Lösungen 24 h später online. Diese Miniprüfungen ermöglichen eine kontinuierliche Überprüfung des Wissens und ggf. Anpassung des Lernens.

Mikroskopierübungen:
1. Histologischer Kurs
Mikroskopiert wird in 4 Quoten mit je 35 Studenten. Der Kursleiter stellt über ein PC gesteuertes Mikroskop die histologischen Präparate vor. Für je 2 Studenten steht ein Monitor zur Verfügung. Für jeden Kurs wird eine von Studenten erstellte Präsentation der mikroskopierten Präparate vorbereitet und gezeigt. Diese Präsentationen werden auf die Lernplattform „moodle“ eingestellt. Bis zum Physikum werden ca. 130 Präparate mikroskopiert.

2. Freies Mikroskopieren
Studenten können selbständig zur Vorbereitung auf den Histologischen Kurs oder Testate mikroskopieren. Beschriftete Abbildungen der Präparate sind als PDF-Datei auf der Homepage des Veterinär-Anatomischen Instituts, Bilddatenbank Histologie, frei verfügbar.