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Die Veterinär-Anatomische Lehrsammlung

Die Veterinär-Anatomische Lehrsammlung umfasst  makroskopisch- anatomische  sowie embryologische Präparate, die als Lehrmaterial im Rahmen der tierärztlichen Ausbildung Verwendung finden oder im Selbststudium von den Studierenden genutzt werden können.


Neben Skeletten und Knochenpräparaten  werden eine Vielzahl von Präparaten von Organen und Organsysteme verschiedener Haussäugetiere, Vögel, Reptilien und Kleinsäuger sowie einzelne Präparate von Zoo- und Wildtieren gezeigt, die als Feuchtpräparat, Gipsabguss, Modell oder Plastinat vorhanden sind.

Die urprüngliche, nach dem Umzug des Veterinär-Anatomischen Institutes von Dresden nach Leipzig in den Jahren nach 1923 unter Leitung von Hermann Baum errichtete Sammlung, deren Präparate vermutlich auch aus der umfangreichen Sammlung der Königlichen Tierärztlichen Hochschule stammten, wurde im Dezember 1943 nahezu vollständig zerstört.

Die derzeit etwa 550 vorhandenen Sammlungsobjekte entstanden zu einem großen Teil in den 1950er und  -60er Jahren und wurden seitdem durch neue Präparate ergänzt.

Zu den ältesten Präparaten gehören einige Lymphgefässinjektionspräparate, die - nach mündlichen Überlieferungen - von Hermann Baum stammen, dem ersten Direktor des
Institutes und zugleich ersten Dekan der 1923  gegründeten Veterinärmedizinischen
Fakultät.

In den1950er Jahren wurden Arbeiten zur Entwicklung des  „Gläsernen Pferdes“ und der „Gläsernen Kuh“ gemeinsam mit dem Hygienemuseum durchgeführt. Ein in dieser Zeit  entstandener Gipsabguss eines Muskelpräparates vom Pferd befindet sich im Bereich des Präpariersaales.

Die Dauerpräparate aus der Sammlung werden derzeit multimedial aufgearbeitet und in kurzen, audiovisuellen Flash- Animationen, Po“t“casts, vorgestellt und beschrieben.